Jelenlegi hely

Címlap

Die Schule wurde 1806 von den kalvinistisch – reformierten Predigern András Csitsvay und Dániel Keck gegründet. Ihren ersten Sitz hatte sie In dem nahe gelegenen Ort Nagyszékely. 1812 kam sie nach Gyönk. Zwei Gyönker Grundbesitzer waren die Stifter und Träger der neu gegründeten zentralen Schule. Anfangs war sie eine kalvinistisch – reformierte Unterstufenschule, später ein achtklassiges allgemeinbildendes Gymnasium mit Prägung des Deutschunterrichts. Sie trägt seit 1963 den Namen von Tolnai Lajos. Er war ein bekannter Schriftsteller und lernte an unserer Schule von 1848 bis 1852. Heute erwerben die Schüler nach zwölfjähriger Schulzeit das Abitur.

Das TLG verfügt über einen 4 – jährigen Klassenzug mit zweisprachigem Unterricht (Physik, Geschichte und Geographie in Deutsch), einen 6 – jährigen Klassenzug mit Nationalitätenunterricht (Deutsche Literatur, Nationalitätenkunde, Geschichte, Geographie und Physik in Deutsch), einen 4 – jährigen Klassenzug mit allgemeinem Unterricht (Fremdsprachen sind Deutsch und Englisch oder Italienisch bzw. Latein) und einem 6 – jährigen Klassenzug für Legasthenieschüler (maximal 15 Schüler pro Klasse). Leistungskurse werden in Mathematik, Informatik, Englisch, Geschichte, ungarischer Literatur, Biologie und Chemie angeboten.

Zur vielseitigen Entwicklung der Persönlichkeit der Schüler tragen die Fachzirkel in der Schule und im Internat bei. Da wären Basteln, Chor, Volkstanzgruppe, Laienspielgruppe und Journalismus. Der Schülerjournalismus kann sich großer Tradition und bedeutender Anerkennung erfreuen, Seit 1991 erscheint die Schülerzeitung EIN-STEIN regelmäßig. Die Schule hat eine erfolgreiche männliche Handballmannschaft, die schon etliche Pokale gewonnen hat.

Aus der Zweisprachigkeit heraus nehmen die Schüler an internationalen Wettbewerben und Projekten teil. Das wichtigste Ziel sind dabei der Sprach- und Wissenserwerb.

Schulpartnerschaften bestehen mit dem GEORG BÜCHNER GYMNASIUM in Darmstadt und dem AGRICOLA GYMNASIUM in Chemnitz. Eines der bedeutendsten Projekte ist das Süddeutsche Zeitung Projekt (1997 – 2002). Daneben gab und gibt es Projekte mit Schulen in Lendava (Slowenien) und Bad Radkersburg (Österreich).Auch unser Internat ist ein wichtiger kultureller Schauplatz unserer Schule, da immerhin zwei Drittel unserer Schüler Internatsbewohner sind.

 

Bildungsformen:

  • 4-jähriger Klassenzug mit zweisprachigem Unterricht
    • (Geschichte, Physik und Geographie in Deutsch)
  • 6-jähriger Klassenzug mit Nationalitätenunterricht
    • (Deutsche Literatur,Nationalitätenkunde, Geschichte, Physik und Geographie in Deutsch)
  • 4-jähriger Klassenzug mit allgemeinem Unterricht
    • (Fremdsprachen: Deutsch und Englisch oder Italienisch oder Latein)
  • 6-jähriger Klassenzug für Legasthenieschüler
    • (höchstens 15 Schüler in der Klasse)

Leistungskurse: Mathe, Info, Englisch, ungarische Literatur, Geschichte, Biologie, Chemie 

 

Deutsche Sprachprüfungen:

  • ÖSD (Mittelstufenprüfung),
  • DSD - C1 (Oberstufenprüfung)
  • 12. Jahrgang: Nationalitäten- bzw bilinguales Abitur- über 60% Oberstufe Typ „C“

 

Wichtige Projekte:

1997–2002 Süddeutsche Zeitung-Projekt
1999–2000 Museum on line
2002–2003 Jugend – Schule – Wirtschaft
2001–2003 Zweisprachigkeit gestern – heute – morgen
2003–2004 Kulturerbe in Ungarn
2003–2004 SÉTA (Sajtó És TAnulás - Zeitungsprojekt von Axel Springer)
2006 1956 mit ungerischen und österreichischen Augen
2007 Traum - Filmprojekt der LdU
2007 EU-Wettbewerb
2007 Tag der Erde - Wettbewerb
2007 Projekttag zum 800. Jubileum der Heiligen Elisabeth
2008 Photo Workshop und Ausstellung (Projekt der IFA - Stuttgard)
2009 Theaterprojekte: Die Hochzeit von Figaro; Padlás (Der Dachboden)

 

Unsere Partnerschulen:

 

Eindrücke

Nun sind bereits einige Jahre ins Land gegangen, seit ich zum ersten Mal das Tolnai Lajos Gymnasium betreten habe. Manchmal erfasst mich das Gefühl, dass es doch noch gar nicht so lange her ist. Womit wieder einmal mehr die These erhärtet wird: Mein Gott, wo ist bloß die Zeit geblieben. Man kann aber auch sagen, wer nicht merkt, wie die Zeit vergeht, dem muss es ganz gut gefallen. So ist es auch. Nicht nur ich, auch meine Familie, zumindest der Teil, der mit mir in Ungarn ist, fühlt sich wohl in diesen Breitengraden.

Aber zurück zu mir. Ungarn, ein Land, welches ich schon vor der „Wende”, also vor 1989 nicht nur einmal besuchte, war mir eine neue Herausforderung wert. Diesmal war es das Kennenlernen der Arbeitswelt unter den relativ neuen noch jungen gesellschaftlichen Veränderungen. Also die spannende Frage: Wie sieht eine staatliche Schule unter veränderten Vorzeichen von „ Innen” aus.

Aber bevor ich über die Schule spreche, möchte ich mir erlauben meine Hochachtung über das Erreichte in meiner neuen „Wahlheimat” auszudrücken. Bei allen noch bestehenden Schwierigkeiten und Mängeln, gerade in aktuellen Zeiten, brauchen sich die Menschen nicht zu verstecken. Es wurde vieles Neue errichtet, damit meine ich nicht nur Autobahnen, Einkaufszentren und touristische Anziehungspunkte, sondern auch moderne Bildungseinrichtungen, wozu nicht zuletzt auch das TLG in Gyönk gehört. Jeder weiß, nach Regen folgt auch wieder Sonnenschein.

Zurück zur Schule!

Was also war und ist diese neue Herausforderung? Zuerst einmal ist das TLG eine ganz normale Schule, mit Lehrer und Schülern, mit Klassenzimmern, einem Sekretariat, einer Direktion und was sonst noch alles zu einer Schule gehört. Aber schnell merkte man, dass doch wesentlich mehr dahinter steckte. So kamen zum Beispiel das neue Abitur, das neue deutsche Sprachdiplom, mit Zivilisationskunde ein neues Unterrichtsfach, die Aufwertung des Geschichtsunterrichts hinzu, die Liste ließe sich noch weiter fortsetzen. So wird plötzlich aus einem Lehrer wieder ein „Schüler”, aus Lehrenden werden Lernende. Das hält jung, man bleibt fit. Das ist positiv, wenn man es auch positiv sieht. Ein Berg von Arbeit, der von Lehrern und Schülern bewältigt werden muss. Aber genau das macht ja gerade den Schulalltag aus, das sich ständig Entwickelnde, das Neue – sprich die Veränderung.

So kam ich in einer Phase großer Wandlungen, Neuerungen und versuche meinen bescheidenen Anteil zum Erreichen gesetzter Zielstellungen beizutragen. Da gibt es, wie überall, Höhen und Tiefen. Aber eines kann ich mit Sicherheit sagen,mein Kommen habe ich nicht bereut. Ich denke, da gibt es noch so einiges zu tun.

Aber zu einer Schule gehören ja nicht nur das Lernen, die Arbeitsgemeinschaften, dazu gehören auch große schulische Ereignisse mit überschulischem Charakter. Da werden mir besonders zwei Ereignisse für immer im Gedächtnis bleiben. Da ist einmal die mit viel Liebe und Fleiß vorbereitete 200 Jahrfeier des Tolnai Lajos Gymnasiums. Da ist aber auch die gelungene Veranstaltung zum 20 jährigen Bestehen der Zweisprachigkeit an unserer Schule. Obwohl ich eigentlich „ Gastlehrer” bin, ist die Formulierung an „unserer Schule” auch so gemeint, denn mittlerweile fühlt man sich als dazu gehörend , so ist die Entwicklung „unserer Schule” wie für alle Kollegen auch meine Angelegenheit. 

Ingo Göbel (deutscher Gastlehrer)